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Reha nach Schulterprothese

Während die Zahl der implantierten Prothesen bei Hüft- und Kniegelenk jährlich im sechsstelligen Bereich liegt, werden Schulterprothesen pro Jahr nur bei einigen tausend Patienten eingesetzt. Im Gegenzug sind die möglichen Indikationen, die den Gelenkersatz bedingen, bei der Schulter weitaus umfangreicher als bei anderen Körperteilen. Omarthose, Humeruskopffrakturen oder Schädigungen im Bereich der Rotatorenmanschette können einen teilweisen oder vollständigen Gelenkersatz erforderlich machen. Um anschließend eine schnelle Genesung sowie die Wiederherstellung der Vollbelastung garantieren zu können, ist eine Reha nach der Schulterprothese sinnvoll. Lesen Sie hier alle wichtigen Informationen zu diesem Thema. (1)

Reha nach Schulterprothese in Kürze:

  • Indikationen: Omarthrose, Frakturen, Schädigung der Rotatorenmanschette
  • Behandlungen: Physiotherapie, Schmerztherapie, Kryotherapie, Bewegungsbäder, psycho-soziale Beratung
  • Durchführung: Stationär oder teilstationär (ganztägig ambulant)
  • Ziele: Muskelaufbau und Stabilisierung des Schultergelenks, Schmerzreduktion, Wiederherstellung der vollen Belastbarkeit
  • Dauer: Stationäre Reha 3 Wochen, ambulante Reha 20 Behandlungstage
  • Kostenträger: Gesetzliche Krankenkasse und Rentenversicherung

Was ist eine Reha nach Schulterprothese? 

Die Rehabilitation nach dem Einsatz einer Schulterprothese wird als Anschlussheilbehandlung (kurz: AHB) in einer Klinik durchgeführt. Die AHB kann stationär oder ganztägig ambulant erfolgen. Ziel ist die Wiederherstellung der Vollbelastbarkeit der Schulter bei gleichzeitiger Schmerzreduktion für den Patienten. Zudem wird der korrekte Umgang mit der Prothese im Alltag vermittelt.

Warum ist eine Reha nach inverser Schulterprothese oder Schulter-TEP sinnvoll?

Eine Reha nach Schulter-TEP ist in vielen Fällen ratsam – genauso wie die Reha nach inverser Schulterprothese. Je nachindividueller Ausgangslage kann die Rehabilitation sofort nach dem Krankenhausaufenthalt beginnen oder einige Wochen nach der Operation starten (bei anatomischer Schulterprothese). In der ersten Phase nach dem operativen Eingriff darf bei den meisten Patienten lediglich eine passive Mobilisation der Schulter erfolgen, in der restlichen Zeit muss das Gelenk ruhiggestellt werden.

Die frühzeitige Mobilisation ist entscheidend, um später eine vollständige Belastbarkeit der Schulter zu garantieren. Bei nicht ausreichender oder falscher Mobilisation kann es hingegen nach der Operation zu Versteifungen kommen, die nicht nur schmerzhaft sind, sondern auch das künstliche Gelenk belasten können. In einer Rehabilitation erfolgt die Mobilisation des Gelenks unter Anleitung – dadurch wird der Genesungsprozess der Schulter signifikant unterstützt.

Zusätzlich bietet der Aufenthalt in einer Rehaklinik nach der Operation an der Schulter eine Unterstützung des Genesungsprozesses. Maßnahmen wie Lymphdrainagen oder Kryotherapie können abschwellend wirken und bei der Reduktion postoperativer Schmerzen helfen. Ergänzend dazu finden intensive Schulungen statt, die den Patienten über den Umgang mit der inversen Schulterprothese bzw. der Schultertotalprothese aufklären.

Wie wird eine Reha nach der Schulterprothese beantragt?

Bekommen Patienten einen künstlichen (Teil-)Gelenkersatz für ihr Schultergelenk, findet die Nachsorge in Form einer Rehabilitation als sogenannte Anschlussheilbehandlung (AHB) statt. Der Antrag hierfür wird bereits während des Aufenthalts in der Fachklinik, also direkt nach der Operation gestellt. Der behandelnde Arzt sowie der Sozialdienst des Klinikums unterstützen bei der Antragstellung.

Wo finden die Reha-Maßnahmen nach dem Einsatz der Prothese statt?

Normalerweise entscheidet der Kostenträger darüber, in welcher Reha-Klinik die empfohlene Maßnahme durchgeführt wird. Vorrangig werden dafür Angebote nahe des Patienten-Wohnorts ausgewählt. Das Wunsch- und Wahlrecht gibt dem Patienten eine Möglichkeit zur Mitbestimmung: Er kann bei der Antragsstellung eine individuell bevorzugte Klinik angeben – sofern diese über die medizinische Fachkompetenz und Eignung verfügt und mit dem Kostenträger kooperiert, steht einer Zusage nichts im Wege.

Welche Zielsetzungen hat die Schulter-Reha bei künstlichem Gelenkersatz?

Die Anschlussheilbehandlung nach einer Operation an der Schulter verfolgt mehrere Ziele: Wiederherstellung der vollen Beweglichkeit und Belastbarkeit des Schultergelenks, Schmerzfreiheit bzw. Schmerzreduktion, Schulung im korrekten Umgang mit der Prothese. Gleichzeitig wird der Genesungsprozess aktiv unterstützt, damit der Patient schnell wieder dazu in der Lage ist, seinen Alltag und das Berufsleben zu meistern.

Welche Therapien kommen bei der Rehabilitation nach Schulterprothese zum Einsatz?

Die Behandlung im Rahmen einer Rehabilitation wird stets individuell auf den Patienten zugeschnitten. Je nach Krankenhistorie, Gesundheitszustand und persönlicher Zielsetzung erfolgt eine gezielte Förderung einzelner Bereiche. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Patient und Therapeut ist es zudem möglich, die Behandlung während des Aufenthalts in der Klinik jederzeit anzupassen. Mögliche Therapien sind:

  • Krankengymnastik/Physiotherapie
  • Kryotherapie und Bewegungsbäder
  • Ergotherapie
  • psycho-soziale Beratung
  • Schmerztherapie
  • Schulung in gelenkschonenden Bewegungsabläufen

Worin besteht der Unterschied zwischen der stationären und ambulanten Rehabilitation?

Nach dem Einsatz eines künstlichen Schultergelenks kann eine stationäre oder ambulante Rehabilitation durchgeführt werden. Die Behandlung läuft in beiden Fällen identisch ab, der Unterschied besteht lediglich in der Unterbringung: Bei einem stationären Aufenthalt verbringt der Patient die gesamte Dauer der Maßnahme in der Klinik, bei einer ambulanten Reha ist er nur für die konkrete Behandlungsdauer anwesend und fährt danach zurück nach Hause. Insbesondere nach schwerwiegenden Eingriffen an Schulter und Schultergelenk wird normalerweise eine vollstationäre Nachsorge empfohlen.

Wie lange dauert die Reha nach Schulterprothese?

Unabhängig davon, ob Betroffene an Schulter, Knie oder Hüfte operiert wurden – eine AHB dauert bei stationärem Aufenthalt immer exakt 3 Wochen, bei ambulanter Versorgung 20 Behandlungstage. Diese Zeiträume sind von den Kostenträgern vorgegeben. Sollten Schulter und Schultergelenk nach Ablauf der ersten Behandlungsphase noch immer nur eingeschränkt belastbar sein oder bestehen weiterhin starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, kann eine Verlängerung beantragt werden.

Wer trägt die Kosten für den Aufenthalt in der Rehaklinik?

Patienten, denen eine AHB zusteht, müssen die Rehabilitation nicht aus eigener Tasche bezahlen. Bei Erwerbstätigen springt die Rentenversicherung als Kostenträger ein. Nichterwerbstätige sowie Rentner bekommen die Maßnahme von der gesetzlichen Krankenkasse finanziert. In der Kostenübernahme sind sowohl Krankengymnastik und Co. als auch Verpflegung und Unterkunft inkludiert. Eine Zuzahlung kann erhoben werden. Sie beträgt maximal 10 € und muss nur für einen begrenzten Zeitraum bezahlt werden.

Wie geht es nach der Schulter-Rehabilitation weiter?

Nach der Operation darf der betroffene Arm meistens für mehrere Wochen lang nicht oder nicht vollständig belastet werden. Auch während des Aufenthaltes an der Reha-Klinik erfolgt außerhalb der Trainingszeiten deshalb häufig noch eine Ruhigstellung. Umso wichtiger ist, dass nach Beendigung der Ruhigstellung ein intensives, gezieltes Aufbautraining für die Muskulatur stattfindet. Unter Umständen können sich hierfür weitere Nachsorge-Maßnahmen, wie zum Beispiel T-RENA oder IRENA, empfehlen.

(1) https://www.aerzteblatt.de/archiv/38370/Schulterendoprothetik-eine-Standortbestimmung-Implantation-bei-Omarthrosen-und-Frakturen-des-proximalen-Humerus

 

 

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