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Reha für Rücken und Wirbelsäule

Chronische Rückenschmerzen gehören hierzulande zu den größten Gesundheitsproblemen: Neuesten Erhebungen zufolge gibt mehr als jeder Zweite an, im letzten Jahr unter signifikanten Rückenschmerzen gelitten zu haben 1. Viele Arten von Nacken- und Rückenschmerzen sind behandlungsbedürftig – zuweilen genügen konservative Methoden, doch mitunter sind auch Operationen erforderlich. Eine Reha für Rücken und Wirbelsäule kann in beiden Fällen hilfreich sein – zur Unterstützung konservativer Behandlungsmethoden sowie als Anschlussheilbehandlung nach einem operativen Eingriff.

Reha für Rücken und Wirbelsäule in Kürze

  • Indikationen: Bandscheibenvorfall und -verschleiß, Arthrose, Wirbelgleiten, Wirbelfrakturen, Morbus Bechterew,
  • chronische Rückenschmerzen, Skoliose
  • Behandlungen: Physiotherapie, manuelle und physikalische Therapie, MTT, psycho-soziale Beratung, Gesundheitsschulungen
  • Durchführung: ganztätig ambulant oder stationär
  • Ziele: Schmerzreduktion, Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit, Ausheilung nach Operation
  • Dauer: stationäre Reha 3 Wochen, ganztägig ambulante Reha 20 Behandlungstage
  • Kostenträger: Rentenversicherung, gesetzliche Krankenversicherung

Was ist eine Rücken-Reha?

Eine Rücken Reha kann als Anschlussheilbehandlung nach einer Operation an Rücken und/oder Wirbelsäule sowie als medizinische Rehabilitation auf Antrag oder als Heilverfahren durchgeführt werden. Je nach Krankheitsbild und -status dient sie entweder der postoperativen Wiederherstellung von Bewegungsfähigkeit und Stabilität oder der Unterstützung einer konservativen Therapie, um einen operativen Eingriff zu verhindern.

Wann ist eine Reha für Rücken und Wirbelsäule sinnvoll?

Im Alltag sind Rücken und Wirbelsäule vielen Belastungen ausgesetzt: Körperlich anstrengende Aktivitäten in Sport und Beruf, langes Sitzen oder Verletzungen können den Rücken enorm belasten. Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und ein daraus resultierender Verlust an Lebensqualität können die Folge sein.

Unterstützung konservativer Therapien oder nach OP

Je nachdem, welche Erkrankung den Rückenschmerzen zugrunde liegt, kommen eine konservative Therapie oder ein chirurgischer Eingriff in Frage, um die Beschwerden zu beseitigen. Eine Reha für Wirbelsäule und Rücken kann beide Varianten unterstützen.

Abhängig von Erkrankung und Zustand des Patienten

Ob eine Rehabilitation für einen Patienten empfehlenswert ist, wird stets in Absprache mit dem behandelnden Arzt entschieden. Verschiedene Faktoren spielen dabei eine Rolle:

  • den Rückenschmerzen zugrundeliegende Ursachen
  • individuelle Disposition des Patienten
  • mögliche Zielsetzung der Therapie

Grundsätzlich gilt: Sowohl die medizinische Rehabilitation im Rahmen einer konservativen Therapie als auch die Anschlussheilbehandlung können bei Bandscheibenvorfällen, Wirbelgleiten und anderen Rückenleiden überzeugende Erfolge erzielen.

Wann bekommt man eine Reha für Rücken- und Wirbelsäulenprobleme?

Die Liste der möglichen Indikationen, die Reha-Maßnahmen in einer entsprechenden Klinik oder einem Reha-Zentrum erforderlich machen, ist lang. Dazu gehören unter anderem:

  • Verschleiß der Bandscheibe
  • Bandscheibenvorfall
  • Wirbelgleiten und Arthrose
  • Frakturen der Wirbelsäule
  • Morbus Bechterew
  • Skoliose

Doch nicht nur bei eindeutigen Diagnosen rund um Bandscheibe und Co. kann ein Aufenthalt in einer Klinik angeraten sein. Auch chronisch bedingte, nichtspezifische Rückenschmerzen mit nicht erkennbarem Auslöser können bei entsprechender Behandlung Besserung erfahren 2.

Wie muss man eine Reha bei Rückenschmerzen beantragen?

Medizinische Reha und Heilverfahren beim Arzt beantragen

Patienten, die unter Schmerzen im Bereich von Rücken und Wirbelsäule leiden, wenden sich für eine medizinische Rehabilitation auf Antrag (MRA) oder Heilverfahren (HV) an ihren behandelnden Arzt. Dieser hilft bei der Antragstellung und kümmert sich um die Nachweise, die für die Übernahme durch den Kostenträger benötigt werden.

Anschlussheilbehandlung in der Klinik beantragen

Eine Anschlussheilbehandlung wiederum ist zeitlich immer an einen chirurgischen Eingriff gebunden. Deshalb findet die Antragstellung noch in der Klinik statt. Der behandelnde Arzt sowie der Sozialdienst des Krankenhauses helfen dabei.

Wo findet die Reha für Rücken und Wirbelsäule statt?

Prinzipiell haben die Kostenträger, also Rentenversicherung oder Krankenkasse, die Entscheidungsgewalt darüber, in welcher Klinik die Rehabilitations-Maßnahme durchgeführt wird. Patienten dürfen aber von ihrem Wunsch- und Wahlrecht Gebrauch machen. Im Zuge dessen können sie bereits bei der Antragstellung angeben, welche Rehaklinik bzw. welches Reha-Zentrum sie für die anstehende Behandlung bevorzugen. Bei gleicher Eignung und gültigem Versorgungsvertrag steht der Erfüllung dieses Wunsches normalerweise nichts entgegen.

Was kann mit einer Reha bei Rückenschmerzen erreicht werden?

Eine Reha bei Rückenschmerzen kann verschiedene Ziele anstreben – grundsätzlich soll sie jedoch die Rückkehr ins Berufsleben bzw. in die eigenständige und schmerzfreie Alltagsführung erreichen. Je nach individueller Voraussetzung können dabei unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden. Dazu gehören: 

  • Wiederherstellung der Bewegungsfreiheit
  • Schmerzreduktion bzw. Schmerztherapie
  • Muskelaufbau
  • Stabilisierung von Rücken und Wirbelsäule

Insbesondere bei chronisch bedingten Rückenschmerzen, hängt der Erfolg der Behandlung von verschiedenen Faktoren ab. Oftmals ist eine medizinische Therapie allein nicht ausreichend – durch die Kombination mit einer psychologischen Beratung lassen sich beim Patienten gegebenenfalls langfristig bessere Ergebnisse erzielen.

Welche Therapien kommen bei einer Rücken-Reha in Frage?

Die Auswahl der Therapien wird auf den Patienten abgestimmt. Individuelle Beschwerden und das Krankheitsbild werden dabei ebenso berücksichtigt wie die Disposition sowie die Zielsetzung für die Behandlung. Typische Maßnahmen im Rahmen einer ganzheitlichen Behandlung sind:

  • Physiotherapie & Krankengymnastik
  • manuelle Therapie & physikalische Therapie
  • Rückenschule, Ergotherapie, Hilfsmittelschule
  • Medizinische Trainingstherapie (MTT)
  • psycho-soziale Beratung
  • Gesundheitsschulungen

Dank der intensiven Betreuung der Patienten in der Klinik, können die Behandlungspläne jederzeit angepasst werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer ganztägig ambulanten und einer stationären Reha? 

Vollstationäre Reha für den Rücken – mit Übernachtung, auch am Wochenende

Bei einer stationären Reha befinden sich die Patienten während der gesamten Behandlungsdauer in der Klinik – sowohl tagsüber als auch nachts. Sie werden in der Rehaklinik verpflegt und genießen dort eine komfortable Unterkunft. Sie müssen sich also um nichts kümmern.

Ganztägig ambulante Reha – Therapien ausschließlich tagsüber

Für Rehabilitanden, die familiär stark eingespannt sind oder sehr nahe am Klinikstandort leben, bietet eine ganztägig ambulante Reha hingegen mehr Flexibilität: Hier müssen sie lediglich für einige Stunden an den Wochentagen in die Klinik – die Abende sowie das Wochenende verbringen die Betroffenen in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld.

Wie lange dauert die Reha bei Rückenproblemen?

Wann bei Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen eine spürbare Besserung eintritt, lässt sich vor Behandlungsbeginn meist nicht genau voraussagen. Trotzdem ist der Aufenthalt in der Rehaklinik von vornherein begrenzt:

  • Eine Rehabilitation mit vollstationärem Aufenthalt dauert drei Wochen.
  • Bei einer ganztägig ambulanten Versorgung werden 20 Tage
  • Unter Umständen ist anschließend eine Verlängerung möglich. Informationen hierüber kann der behandelnde Arzt liefern.

Wer trägt die Kosten für die Rücken-Rehabilitation?

Zu den wichtigsten Informationen rund um eine Rückenproblem-Reha gehört die Tatsache, dass die Kosten übernommen werden können. Als Kostenträger stehen entweder die Rentenversicherung (Erwerbstätige) oder die Krankenkasse (Nichterwerbstätige oder Rentner) bereit. Zuzahlungen sind für eine orthopädische Reha bei beiden Kostenträgern begrenzt – auf höchstens 10 € pro Tag.

Was folgt auf die orthopädische Rehabilitation?

Wenn die ganztägig ambulante oder stationäre Rehabilitation keine ausreichende Linderung der Beschwerden bewirken konnte, gibt es weitere Möglichkeiten, um Rückenprobleme zu behandeln:

  • ambulante Physiotherapie
  • Trainings in speziellen Fitnessstudios
  • Reha-Nachsorge mit IRENA und T-RENA

 

Quellen:

1 Journal of Health Monitoring, “Prävalenz von Rücken- und Nackenschmerzen in Deutschland. Ergebnisse der Krankheitslast-Studie BURDEN 2020“ 2021 6(S3) DOI 10.25646/7854, Robert Koch-Institut, Berlin, https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/JoHM_S3_2021_Rueckenschmerz_Nackenschmerz.pdf?__blob=publicationFile (Datum des Zugriffs: 15.02.2022)

2 Dannenmeier, Julia, 2018, „Rehabilitation bei chronischen Rückenschmerzen im Spiegel von Routinedaten“, Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Humanbiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm, S. 4 ff. https://oparu.uni-ulm.de/xmlui/bitstream/handle/123456789/7821/Dannenmaier.pdf?isAllowed=y&sequence=1 (Datum des Zugriffs: 15.02.2022)

 

 

 

 

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