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Reha nach Triple-Osteotomie

Die Triple-Osteotomie ist eine weit verbreitete Methode zur operativen Behandlung einer Hüftdysplasie. Sie gilt insbesondere bei hohem Arthrose-Risiko und drohendem Hüftgelenksverschleiß als empfehlenswert. Das Prinzip der Operation: Die drei an die Hüftpfanne grenzenden Beckenknochen werden durchtrennt, sodass die Hüftpfanne neu ausgerichtet und fixiert werden kann. Nach der Operation wird vielen Patienten eine Anschlussheilbehandlung empfohlen, um die volle Belastbarkeit des Hüftgelenks wiederherzustellen und den Heilungsprozess zu beschleunigen. Alle Informationen zur Reha nach Triple-Osteotomie lesen Sie nachfolgend.

Reha nach Triple-Osteotomie in Kürze:

  • Indikationen: Erworbene oder angeborene Hüftdysplasie
  • Behandlung: Schmerz-, Physio- und Ergotherapie, Gesundheitsschulungen, psycho-soziale Beratung
  • Durchführung: Stationär oder ganztägig ambulant
  • Ziele: Wiederherstellung der vollen Belastbarkeit und Beweglichkeit, Schmerzreduktion, Erlernen gelenkschonender Bewegungsabläufe
  • Dauer: Stationär 3 Wochen, ambulant 20 Behandlungstage
  • Kostenträger: Rentenversicherung oder gesetzliche Krankenversicherung

Was ist eine Reha nach Triple-Osteotomie?

Eine Reha nach Triple-Osteotomie wird als Anschlussheilbehandlung (AHB) durchgeführt. Ziel ist die Wiederherstellung der vollen Funktions- und Bewegungsfähigkeit der Hüfte sowie die Wiedereingliederung der Patienten ins Berufsleben. Die Rehabilitation kann sowohl stationär als auch ganztägig ambulant durchgeführt werden und wird normalerweise von Rentenversicherung oder Krankenkasse bezahlt.

Warum wird eine Reha nach Triple-Osteotomie empfohlen?

Liegt eine angeborene oder erworbene Hüftdysplasie vor, kann das Hüftgelenk auf Dauer geschädigt werden. Da zunehmender Gelenkverschleiß nicht nur zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt, sondern langfristig auch den Einsatz einer Hüft-TEP erforderlich machen kann, wird in vielen Fällen die dreifache Beckenosteotomie zur operativen Korrektur der Hüftpfanne empfohlen. Nach dem Eingriff müssen die Patienten jedoch vieles neu erlernen: Die Hüfte darf zunächst noch nicht voll belastet werden, auch aufrechtes Sitzen oder Treppensteigen sind in der ersten Zeit nach der Operation noch nicht bzw. nur eingeschränkt möglich. Damit Patienten sich nach der Behandlung ihrer Hüftdysplasie schnellstmöglich zurechtfinden, kann eine intensive Betreuung in einer Reha-Klinik sinnvoll sein.

Damit die Operation an der Hüfte den gewünschten Erfolg bringt, müssen Patienten nach dem Eingriff Muskelmasse aufbauen, das Gelenk gezielt stabilisieren und eine geführte Mobilisation umsetzen. Anderenfalls kann es zu Fehlhaltungen und Versteifungen kommen. Die erforderlichen Trainings und Therapien können in einer Reha weitaus intensiver als bei Einzelterminen in einer ambulanten Physiotherapie-Praxis erfolgen. Deshalb raten viele Operateure ihren Patienten nach dem Eingriff am Hüftgelenk zu einer Rehabilitation. (1)

Wie beantragt man die Reha nach Hüftdysplasie-OP?

Eine Anschlussheilbehandlung ist als Reha-Maßnahme an den Klinikaufenthalt bzw. die Operation gebunden. Entsprechend findet sie normalerweise direkt im Anschluss oder spätestens 14 Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus statt. Die Antragstellung wird daher bereits durchgeführt, während der Patient sich noch im Klinikum befindet. Unterstützung bieten der Sozialdienst der Fachklinik sowie der behandelnde Arzt.

Welche Wahlmöglichkeiten bestehen mit Blick auf die Reha-Klinik?

Für gewöhnlich bestimmt der Kostenträger, in welchem Reha-Zentrum eine bewilligte Behandlung durchgeführt wird. Die Entscheidung fällt meist zugunsten einer Klinik in der Nähe des Wohnorts des Patienten. Doch auch bei der Rehabilitation nach der operativen Korrektur einer Hüftdysplasie können Betroffene ihrem Wunsch- und Wahlrecht nachkommen, indem sie direkt bei der Antragsstellung eine oder mehrere Wunschkliniken angeben. Sofern die Einrichtung über die entsprechende Eignung sowie einen Versorgungsvertrag mit dem Kostenträger verfügt, steht einer Unterbringung nichts im Wege. Entsprechend hilfreich ist es für die Patienten, wenn sie sich bereits vor der Operation am Hüftgelenk über mögliche Kliniken für die Nachbehandlung informieren.

Was ist der Unterschied zwischen einer ambulanten und einer stationären Reha?

Nach der dreifachen Beckenosteotomie haben Patienten, denen eine Anschlussheilbehandlung empfohlen wird, die Wahl zwischen einem stationären oder einem ganztätig ambulanten Therapieangebot. Beide Varianten umfassen dieselbe umfangreiche Nachbehandlung in der Reha-Klinik – medizinische Versorgung und Therapie-Maßnahmen sind identisch. Bei der stationären Rehabilitation wird der Patient jedoch für die Dauer der Behandlung in der Klinik aufgenommen. Betroffene genießen hier sozusagen ein “All-inclusive-Paket”, während sie bei einer ambulanten Behandlung pendeln müssen, da sie die Abende, Nächte und das Wochenende zuhause verbringen. Da nach der Hüftdysplasie-Operation weder aufrechtes Sitzen noch selbstständiges Autofahren möglich sind, wird die stationäre Unterbringung in den meisten Fällen empfohlen.

Was sind die Ziele bei einer Reha nach Hüftdysplasie-Operation?

Wird eine Hüftdysplasie operativ durch eine Triple-Osteotomie behoben, hat dies gleich mehrere Zielsetzungen: Reduktion von Gelenkverschleiß durch Arthrose, Verbesserung der Belastungs- und Leistungsfähigkeit des Hüftgelenks, Schmerzreduktion für den Patienten. Damit diese Ziele langfristig erreicht werden können, ist eine gezielte Nachbehandlung direkt nach der Operation entscheidend. Dabei steht vor allem eines im Fokus: die richtige Belastung der Hüfte. Wer das Gelenk nach der Hüft-OP zu schnell bzw. falsch belastet, riskiert schwerwiegende Folgeverletzungen. Aus diesem Grund zielt die Rehabilitation unter anderem auf eine Schulung neuer Bewegungsabläufe ab.

Weitere Ziele sind: Reduktion (postoperativer) Schmerzen, Mobilisierung der Hüfte, Muskelaufbau und langsame Heranführung an die angestrebte Vollbelastung. Bei erwerbstätigen Patienten ist überdies eine schnelle Rückkehr ins Berufsleben zu fördern.

Welche Therapien werden bei der Reha angewandt?

Unabhängig davon, ob Patienten sich nach der Hüftdysplasie-Operation für eine stationäre oder ambulante Reha entscheiden, erhalten sie einen individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Therapieplan. Mögliche Behandlungen sind:

  • Physiotherapie/Krankengymnastik
  • Erlernen gelenkschonender Bewegungsabläufe
  • psycho-soziale Beratung
  • Schmerztherapie
  • Ergotherapie
  • Medizinische Trainingstherapie (MTT) 

Die individuellen Therapiepläne werden jederzeit mit dem Entwicklungsstand des Patienten abgeglichen und können je nach Behandlungsfortschritt angepasst werden.

Wie lange dauert die Reha nach der Triple-Osteotomie?

Wenn eine Hüftdysplasie durch eine operative Therapie behoben wurde, müssen die Betroffenen mit einer längeren Krankschreibung rechnen. Eine Rehabilitation kann die Ausfallzeit verkürzen und den Genesungsprozess beschleunigen. Wird die Anschlussheilbehandlung nach der Hüft-OP bewilligt, beträgt die Dauer bei stationärem Aufenthalt drei Wochen. Eine ambulante Reha umspannt dagegen 20 Behandlungstage. Bei beiden Maßnahmen kann unter Umständen eine Verlängerung erfolgen.

Wer übernimmt die Kosten für die Rehabilitation nach der Hüft-Operation?

Die Übernahme der Kosten hängt davon ab, ob der Reha-Antrag von einem Erwerbstätigen oder einem Nichterwerbstätigen bzw. Rentner gestellt wird. Dient die Behandlung nach der Hüft-OP der Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit, ist die Deutsche Rentenversicherung als Kostenträger zuständig. Bei Nichterwerbstätigen und Rentnern übernimmt die Krankenkasse alle Kosten. Lediglich Zuzahlungen in Höhe von 10 € pro Tag müssen von den Patienten aus eigener Tasche bezahlt werden.

Was passiert im Anschluss an die Hüft-Reha?

Insbesondere der Trainingszustand bzw. eine starke Muskulatur können den Erfolg der dreifachen Beckenosteotomie maßgebend beeinflussen. Umso wichtiger ist, dass die physiotherapeutischen Übungen, die in der Reha-Klinik erlernt wurden, nach Abschluss der Therapie weitergeführt werden. Hierfür kann es sich empfehlen, Einzelsitzungen bei einem niedergelassenen Physiotherapeuten in Anspruch zu nehmen. Alternativ können Angebote aus der Reha-Nachsorge, wie beispielsweise T-RENA und IRENA, in Frage kommen. 

(1) https://oparu.uni-ulm.de/xmlui/bitstream/handle/123456789/5283/Dissertation_Fessler.pdf?sequence=3&isAllowed=y

 

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