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Reha nach Umstellungsosteotomie Knie

Eine rechtzeitige Umstellungsosteotomie / Achskorrektur bei O-Beinen oder X-Beinen kann helfen, eine Arthrose zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen. Hierzu wird die Fehlstellung der Beinachse operativ korrigiert, indem aus dem Ober- oder Unterschenkel ein keilförmiges Knochenstück entnommen wird, die Knochen anatomisch korrekt wieder zusammengeführt und durch winkelstabile Platten, Schrauben und Klammern fixiert werden. Im Anschluss empfiehlt sich eine Rehabilitation, um die Anpassung der Muskeln, Sehnen und Bänder an die veränderte Mechanik des operierten Beins zu beschleunigen. Lesen Sie mehr über Knie-Reha nach Umstellungsosteotomie!

Reha nach Umstellungsosteotomie Knie in Kürze:

  • Indikationen: Fehlstellungen der Beinachse (X-Beine, O-Beine)
  • Behandlungen: Physiotherapie, MTT, Bewegungstherapien, physikalische Therapien, psycho-soziale Beratung
  • Durchführung: Stationär und ganztägig ambulant (teilstationär)
  • Ziele: Muskelaufbau bzw. Muskelerhalt, Linderung von Schmerzen, Rückkehr zur Vollbelastung
  • Dauer: Stationäre Reha 3 Wochen, ganztägig ambulante Reha 20 Behandlungstage
  • Kostenträger: Gesetzliche Krankenkassen und Rentenversicherung

Was ist eine Reha nach Umstellungsosteotomie am Knie?

Eine Reha nach einer Umstellungsosteotomie findet als Anschlussheilbehandlung nach einer Achskorrektur bei Fehlstellungen des Beines statt und soll den Heilungsprozess nach der Operation beschleunigen. Sie kann stationär oder ganztägig ambulant durchgeführt werden, wobei ein stationärer Aufenthalt meist vorzuziehen ist.

Wann ist eine Reha nach Achskorrektur des Beins sinnvoll?

Kniebehandlung in der Rehaklinik EichholzEine Umstellungsosteotomie zählt zur gelenkerhaltenden Kniechirurgie und kann die Implantation einer Knie-TEP verhindern oder zumindest herauszögern. Obwohl das eigene Kniegelenk erhalten bleibt, verändert sich durch die Operation die gesamte Mechanik des Beins. Je größer der Korrekturwinkel, desto mehr müssen sich das Gelenk, Sehnen, Muskeln und Bänder an veränderte Bewegungsabläufe anpassen. Wird der Eingriff mit einer Meniskus-OP (Refixation, Transplantation), einer Kreuzbandrekonstruktion oder einer Transplantation von Knorpel kombiniert, ist die Belastung für den Stütz- und Bewegungsapparat des Patienten noch größer. Die therapeutischen Maßnahmen einer Reha-Klinik können hier eine deutliche Entlastung bringen, so dass eine Reha nach einer Umstellungsosteotomie am Knie immer sinnvoll ist.

Wie wird eine Reha nach Umstellungsosteotomie am Knie beantragt?

Als AHB wird die Rehabilitation nach einer Umstellungsosteotomie in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt und dem Patienten vom Sozialdienst der Akutklinik beantragt. Auch der Transfer in die orthopädische Rehaklinik wird in vielen Fällen bereits vom Krankenhaus organisiert. Falls die Mitarbeiter des Sozialdienstes nicht von allein auf Sie zukommen, Sie sich aber eine Reha-Maßnahme wünschen, sollten Sie das Pflegepersonal Ihrer Station um eine Kontaktaufnahme zum Sozialdienst bitten.

Wo wird die Rehabilitation durchgeführt?

Reha-Maßnahmen nach einer Umstellungsosteotomie finden im Rahmen einer orthopädischen Rehabilitation statt. Entsprechende Rehakliniken befinden sich normalerweise in Wohnortnähe und werden vom Sozialdienst vorgeschlagen. Gemäß Wunsch- und Wahlrecht können Sie allerdings auch selbst eine Einrichtung nennen, der bei passender medizinischer Eignung und einer Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Kostenträger meist entsprochen wird.

Was sind die Ziele der Reha nach einer Umstellungsosteotomie am Knie?

Die Knie-Rehabilitation setzt die Frührehabilitation des Krankenhauses durch schonende Therapien und Übungen fort, so dass die Biomechanik des Gelenks nach und nach wiederhergestellt wird. Oberstes Ziel ist die baldige Rückkehr ins Berufsleben und die Heranführung an die volle Belastbarkeit.

Welche Therapien werden im Reha-Zentrum durchgeführt?

Die Behandlungen hängen vom jeweiligen Gesundheitszustand sowie der durchgeführten Operation ab und werden nach einem bio-psycho-sozialen Therapiekonzept individuell auf den Patienten zugeschnitten. In den ersten Tagen stehen zunächst die Wundversorgung und die Linderung von Schmerzen im Vordergrund. Mögliche Anwendungen nach der Knie-OP sind:

  • Physiotherapie
  • Medizinische Trainingstherapie (MTT)
  • Bewegungstherapien
  • Physikalische Therapien
  • Gangschule
  • Gesundheitsbildung
  • Psychologische und soziale Beratung

Worin unterscheiden sich stationäre und ganztägig ambulante Rehabilitationen?

Ob Patienten eine stationäre oder ganztägig ambulante Reha nach Umstellungsosteotomie am Knie bewilligt bekommen, liegt ganz im Ermessen des Kostenträgers. Grundsätzlich sind Qualität und Quantität der Therapien äquivalent, allerdings ist die ganztägig ambulante Reha für Patienten nach einer Hüft- oder Knie-OP mit einer erhöhten Belastung verbunden, da die tägliche An- und Abreise mit Gehhilfen bewältigt werden muss.

Im Gegensatz dazu ist die stationäre Reha gewissermaßen ein “Rundum-Sorglos-Paket”, denn die Betroffenen müssen sich um nichts kümmern, essen und schlafen in der Rehaklinik und können sich ganz auf ihre Gesundung konzentrieren.

Wie lange dauert eine Reha nach einer Umstellungsosteotomie am Knie?

Eine stationäre Rehabilitation des Knies wird zunächst für drei Wochen bewilligt, eine ganztägig ambulante Maßnahme für 20 Behandlungstage. Sollte dieser Zeitraum nicht ausreichend sein, kann der zuständige Reha-Arzt in beiden Fällen einen Antrag auf Verlängerung stellen. Bei einer Bewilligung kann die Maßnahme ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.

Welcher Leistungsträger übernimmt die Kosten der Rehabilitation?

Kostenträger der Reha nach Umstellungsosteotomie am Knie ist entweder die Deutsche Rentenversicherung (bei Erwerbstätigen) oder die gesetzliche Krankenversicherung (bei Rentnern und Nichterwerbstätigen). Übernommen werden die Kosten für Unterbringung, Verpflegung und die medizinische Versorgung. Auch die Reisekosten werden ganz oder zumindest teilweise erstattet.

Für die Rehabilitanden fällt lediglich eine tägliche Zuzahlung von 10 EURO an, die bei Anschlussheilbehandlungen der Rentenversicherung auf 14 Tage pro Kalenderjahr und bei der Krankenkasse auf 28 Tage beschränkt ist. Bereits vorangegangene stationäre Aufenthalte werden angerechnet. Ganztägig ambulante Rehabilitationen der DRV sind zuzahlungsfrei.

Wie geht es nach der Reha nach Umstellungsosteotomie am Knie weiter?

Für die meisten Patienten ist es empfehlenswert, die Physiotherapie auch nach der Reha für eine gewisse Zeit weiterzuführen. Versicherte der Deutschen Rentenversicherung haben darüber hinaus die Möglichkeit, an einer intensivierten Rehabilitationsnachsorge (IRENA) oder einer trainingstherapeutischen Rehabilitationsnachsorge (T-RENA) teilzunehmen. Hierbei handelt es sich um spezielle Programme der Reha-Nachsorge, welche auf den Reha-Zielen aufbauen und häufig vom Reha-Arzt im Entlassungsgespräch empfohlen werden.

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