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Reha nach Knie-TEP

Aufgrund von Arthrose erhalten rund 200 000 Menschen jährlich eine Knieprothese; darunter Teil- und Vollprothesen (Knie-TEP). Damit ist das Knie nach der Hüfte das am meisten von Implantationen betroffene Gelenk, die Operation zählt zu den Routineeingriffen. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen und den Umgang mit der Prothese zu erleichtern, schließt sich der Knie-Operation in der Regel eine Reha nach Knie-TEP an. Weitere Informationen über die Rehabilitation erhalten Sie im nachfolgenden Beitrag.

Reha nach Knie-TEP in Kürze

  • Indikationen: Fortgeschrittene Arthrose, Osteonekrose
  • Behandlungen: Physikalische Therapien, Physio-, Schmerz- & Ergotherapie, Gesundheitsbildung, psycho-soziale Beratung
  • Durchführung: Stationäre & ganztägig ambulante Reha
  • Ziele: Stärkung der Muskulatur, Linderung von Schmerzen, Förderung von Beweglichkeit & Ausdauer
  • Dauer: 3 Wochen (stationär), 20 Behandlungstage (ambulant), Verlängerung ist möglich
  • Kostenträger: Kranken- & Rentenversicherungen, Berufsgenossenschaften

Was ist eine Reha nach Knie-TEP?

Eine Reha nach Knie-TEP setzt als Anschlussbehandlung die Frührehabilitation des behandelnden Krankenhauses nach dem Einsatz eines künstlichen Kniegelenks fort. Der Begriff “TEP” steht für Total-Endoprothese, d. h. für eine Vollprothese, die das gesamte Kniegelenk ersetzt. Die Reha-Maßnahme muss spätestens 14 Tage nach der Entlassung in einer orthopädischen Rehaklinik angetreten werden.

Welche Ziele verfolgt die Reha nach Knie-TEP?

Reha nach implantierter Knieprothese

Zu den Zielen einer Reha nach Knieprothese zählen in erster Linie Schmerzlinderung, eine Steigerung der Mobilität und ein kontinuierlicher Muskelaufbau. Die erreichten Ziele werden regelmäßig mit den Patienten besprochen und können im Verlauf der Rehabilitation durch Therapieanpassungen feinjustiert werden. Darüber hinaus erlernen die Betroffenen ein gelenkschonendes Verhalten und das Gehen mit Unterarmgehstützen.

 

Wie wird eine Knie-TEP-Reha beantragt?

Nach der Implantation eines neuen Kniegelenks wird eine Reha-Behandlung in der Regel automatisch vom Sozialdienst der behandelnden Klinik angesprochen. Gibt der Patient seine Zustimmung, übernehmen die zuständigen Mitarbeiter alles weitere und stellen in Absprache mit dem behandelnden Arzt den Reha-Antrag. In vielen Fällen wird auch der Transfer zur durchführenden Reha-Einrichtung organisiert.

Wo wird eine Reha nach Knie-TEP durchgeführt?

Da das Knie zum menschlichen Stütz- und Bewegungsapparat zählt, finden die rehabilitativen Leistungen im Rahmen einer orthopädischen Reha statt und können – je nach Rehaklinik – auf Wunsch mit Elementen der multimodalen Schmerztherapie kombiniert werden. Die in Frage kommenden Kliniken für die Knie-Reha werden vom Sozialdienst vorgeschlagen und befinden sich meist in der näheren Umgebung der behandelnden Klinik.

Wunsch- und Wahlrecht

Gemäß Wunsch- und Wahlrecht können die Patienten auch selbst ein Reha-Zentrum vorschlagen, dem bei passender medizinischer Indikation und bestehendem Versorgungsvertrag häufig entsprochen wird. Dies setzt allerdings eine eigene Klinikrecherche im Vorfeld der OP oder unmittelbar danach voraus.

Was macht man in der Reha nach Knie-TEP?

In der Reha nach Knieprothese wird das operierte Bein mit einer Mischung aus aktiven und passiven Therapien behandelt. Die meisten Kliniken arbeiten nach einem bio-psycho-sozialen Behandlungsmodell, das individuell auf den jeweiligen Patienten und seine persönliche Krankengeschichte zugeschnitten wird. Zu den Therapien zählen:

  • Physiotherapie (im Einzel- und Gruppensetting)
  • Physikalische Therapien
  • Medizinische Trainingstherapie (MTT)
  • Gangschule
  • Ergotherapie
  • Schmerztherapie
  • Wundversorgung
  • Psychologische & soziale Beratung
  • Gesundheitsbildung

Wann sollte man zur Reha nach Knie-TEP?

Der Antritt der Rehabilitation sollte zeitnah zur Knie-OP, maximal 14 Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus erfolgen. Grundsätzlich gilt, je früher desto besser, da jeder Tag ohne Physiotherapie gewissermaßen verloren ist. Im Idealfall wechseln die Patienten direkt von der Akutbehandlung zur Anschlussheilbehandlung. Allerdings muss der Heilungsprozess der Operationswunden möglichst weit vorangeschritten sein.

Wie lange dauert eine Reha nach Knieprothese?

Die übliche Rehabilitationsdauer nach einer Operation des Kniegelenks ist 3 Wochen (stationär) bzw. 20 Behandlungstage (ganztägig ambulant). Sollte dieser Zeitraum nicht ausreichend sein, kann der zuständige Reha-Arzt eine Verlängerung der Rehabilitation beantragen. Bei einer Bewilligung kann die stationäre oder ganztägige ambulante Rehabilitation nahtlos fortgesetzt werden.

Worin unterscheidet sich eine stationäre Reha von einer ambulanten Reha nach Knieprothese?

Die Qualität und Quantität ganztägig ambulanter und stationärer Behandlungen sind gleichwertig und unterscheiden sich lediglich in der Unterbringung der Patienten. Während ambulante Rehabilitanden die Reha-Klinik nur für die Behandlungen aufsuchen, verbringen stationäre Patienten ihre gesamte Anschlussheilbehandlung (AHB) in der Klinik, d. h. sie übernachten und essen auch dort.

Nach einem Gelenkersatz an Knie, Hüfte oder Schulter ist eine stationäre Rehabilitation aufgrund komplexer gesundheitlicher Einschränkungen meist die bessere Alternative. Schließlich werden die Patienten rund um die Uhr versorgt und müssen sich um nichts kümmern. Ebenso entfällt die tägliche An- und Abreise mit Gehhilfen in die Rehaklinik nach Knie-OP.

Wer zahlt eine Reha nach Knie-TEP?

Die zuständigen Kostenträger für eine Reha nach Knie-TEP sind bei Erwerbstätigen in der Regel die Deutsche Rentenversicherung und bei Nichterwerbstätigen oder Rentnern die Krankenkasse. Bei beiden Versicherungen ist eine tägliche Zuzahlung von 10 EURO obligatorisch, die bei der Rentenversicherung auf 14 Tage und bei der Krankenkasse auf 28 Tage pro Jahr beschränkt ist. Bereits vorangegangene Zuzahlungen für stationäre Aufenthalte werden angerechnet.

Erfolgt der Gelenkersatz aufgrund eines Arbeits- oder Wegeunfalls oder einer berufsbedingten Erkrankung, ist die zuständige Berufsgenossenschaft der richtige Ansprechpartner. In diesem Fall sind keine Zuzahlungen erforderlich.

Welche Nachsorgemaßnahmen sind nach der Rehabilitation möglich?

Sollte die orthopädische Rehabilitation auch bei einer Verlängerung nicht ausreichend sein, um die Belastungsfähigkeit und Beweglichkeit des Kniegelenks wiederherzustellen, kann sich eine Reha-Nachsorge anschließen. Dazu zählen die IRENA und T-RENA der Deutschen Rentenversicherung, die EAP der Berufsgenossenschaften und der Rehasport der Krankenkassen. Hier fragen Sie am besten den zuständigen Reha-Arzt nach Empfehlungen.

Wie geht es nach der Reha beruflich weiter?

Nach der Implantation eines künstlichen Kniegelenks können die meisten Betroffenen nach zwei bis vier Monaten wieder in ihren Beruf zurückkehren. Starke körperliche Belastungen und schweres Heben sollten dabei allerdings vermieden werden. Je nach Anforderung kann eine stufenweise berufliche Wiedereingliederung nach der Reha sinnvoll sein, bei der die Rehabilitanden mit wenigen Arbeitsstunden pro Tag beginnen und die Arbeitsdauer allmählich bis zur vollen Arbeitszeit ausdehnen. So kann das Gelenk nach und nach schonend an berufliche Belastungen gewöhnt werden.

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