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Kalkschulter-OP-Reha

In der orthopädischen Praxis stehen Schulterschmerzen in punkto Häufigkeit an dritter Stelle. Ein Großteil der Beschwerden ist auf die sogenannte Kalkschulter zurückzuführen. Insbesondere bei Frauen tritt die Tendinitis calcarea vermehrt auf. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um kleine Kalkablagerungen, die sich vorwiegend im Bereich der Sehnen ansammeln. Das ist für Betroffene nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch Bewegungseinschränkungen hervorrufen. Schlägt die konservative Therapie nicht an, hilft oft nur noch eine OP. Hier werden die Kalkdepots gezielt entfernt. Anschließend kann eine Kalkschulter-OP-Reha helfen, das Schultergelenk wieder zu stabilisieren und zu mobilisieren. Alle Informationen zu diesem Thema lesen Sie nachfolgend.

Kalkschulter-OP-Reha in Kürze:

  • Indikationen: Kalkablagerungen an den Sehnen in der Schulter
  • Behandlungen: Physiotherapie, MTT, Kryotherapie, Bewegungsbäder, psycho-soziale Beratung, Schmerztherapie
  • Durchführung: Stationär oder teilstationär (ganztägig ambulant)
  • Ziele: Stabilisierung des Schultergelenks, Muskelaufbau, Schmerzreduktion, beschleunigter Heilungsprozess
  • Dauer: 3 Wochen stationäre Reha, 20 Behandlungstage ambulante Reha
  • Kostenträger: Rentenversicherung und gesetzliche Krankenkasse

Was ist eine Reha nach Kalkschulter-OP?

Eine Rehabilitation nach einer Operation an einer Kalkschulter wird als Anschlussheilbehandlung (AHB) durchgeführt. Sie unterstützt den Heilungsprozess und fördert die Rückkehr des Rehabilitanden in Alltag und Berufsleben. Weitere Ziele sind die Wiederherstellung der Beweglichkeit in der Schulter sowie die Reduktion von Schmerzen. Die Durchführung ist sowohl stationär als auch ambulant möglich.

Wann ist eine Reha nach der OP einer Kalkschulter sinnvoll?

Die Kalkschulter gehört insbesondere bei den 30- bis 50-Jährigen zu den häufig diagnostizierten Schulter-Erkrankungen. Eine Operation ist normalerweise nicht unbedingt erforderlich, da konservative Behandlungsmethoden sich vielfach als ausreichend erweisen. Doch wenn die Beschwerden sich mit Schmerzmitteln, Needling oder der Stoßwellentherapie nicht beheben lassen, kann eine Operation angeraten sein. In diesem Fall ist entscheidend, dass die Schulter des Patienten nach dem Eingriff sofort wieder mobilisiert wird. Das kann gezielt und unter Anleitung in einer Reha-Klinik erfolgen.

Hier kann die postoperative Nachbehandlung für eine schnellere und umfassendere Rückkehr zur gewohnten Schulterbeweglichkeit führen. Das gilt insbesondere im Zusammenhang mit größeren Operationen, bei denen nicht nur die Kalkdepots an den Sehnen entfernt werden müssen, sondern auch an den knöchernen Strukturen des Schultergelenks oder an der Rotatorenmanschette Behandlungen durchgeführt werden. (1)

Wie wird eine Reha nach Kalkschulter-OP beantragt?

Wird die Rehabilitation im Anschluss an eine Operation an der Schulter durchgeführt, handelt es sich um eine Anschlussheilbehandlung (AHB). Diese wird umgehend nach dem Klinikaufenthalt begonnen und deshalb auch bereits in der entsprechenden Fachklinik beantragt. Der behandelnde Arzt sowie der Sozialdienst des Klinikums unterstützen bei der Antragstellung.

Wo findet nach einer Kalkschulter-OP die Reha statt? 

Müssen Patienten wegen einer Kalkschulter operiert werden und wird ihnen eine stationäre Rehabilitation in einer Klinik empfohlen, haben sie grundsätzlich ein Mitbestimmungsrecht bezüglich des Ortes, an dem die Maßnahme durchgeführt wird. Die Rede ist vom sogenannten Wunsch- und Wahlrecht, welches den Patienten ermöglicht, bei der Antragsstellung eine Wunschklinik zu benennen. Voraussetzung für eine Zusage ist, dass die Reha-Klinik über eine entsprechende Eignung verfügt und mit dem jeweiligen Kostenträger zusammenarbeitet.

Was sind die Ziele bei der Nachbehandlung einer Kalkschulter-Operation?

Eine AHB zielt in erster Linie darauf ab, die vollumfängliche Beweglichkeit des Schultergelenks nach dem operativen Eingriff so schnell wie möglich wiederherzustellen. Der Patient soll nach der Therapie sämtliche Bewegungen wieder ohne Schmerzen und Einschränkungen durchführen können. Darüber hinaus wird durch das gezielte Training in der Nachbehandlung eine Fehlbelastung der Schulter nach der Operation verhindert – das unterstützt den Genesungsprozess zusätzlich. So können die Patienten nach dem Eingriff schnell ins Berufsleben zurückkehren und ihren Alltag wieder wie gewohnt meistern.

Welche Therapien kommen in der Rehaklinik zum Einsatz?

Bei Patienten, die wegen einer Tendinitis calcarea operiert wurden, werden die einzelnen Therapien der Nachbehandlung individuell zusammengestellt. So ist es möglich, die konkrete gesundheitliche Situation zu berücksichtigen und die persönlichen Ziele der Behandlung einzubeziehen. Darüber hinaus können Physiotherapie und Co. während der Behandlung angepasst werden. Doch nicht allein körperliche Behandlungsmethoden stehen im Fokus – auch die psycho-soziale Betreuung der Patienten ist garantiert. Mögliche Therapiemaßnahmen nach einer Operation an der Schulter sind:

  • Physiotherapie/Krankengymnastik
  • Ergotherapie
  • Physikalische Therapie mit Kryotherapie und Bewegungsbädern
  • Medizinische Trainingstherapie (MTT)
  • Schmerztherapie
  • Psychologische und soziale Beratung

Was ist der Unterschied zwischen einer stationären und einer teilstationären (ambulanten) Reha?

Ist nach der operativen Entfernung von Kalkdepots in der Schulter eine AHB empfohlen, können Patienten sich zwischen einer stationären und einer teilstationären bzw. ganztätig ambulanten Rehabilitation entscheiden. Der Unterschied: Bei einer stationären Anschlussheilbehandlung werden die Patienten in der Klinik aufgenommen und dort für die gesamte Dauer der medizinischen Maßnahme betreut. Das kann sich für Betroffene als überaus angenehm erweisen, weil sie so fernab des alltäglichen Lebens genesen und sich voll und ganz auf den Heilungsprozess konzentrieren können, ohne sich um etwas kümmern zu müssen.

Bei einer teilstationären bzw. ambulanten Therapie hält sich der Rehabilitand dagegen nur während der Behandlungsdauer in der Klinik auf. Außerhalb der Therapiezeiten verbleibt er zuhause in seinem gewohnten Umfeld. Diese Variante kann sich für Menschen empfehlen, die familiär fest eingespannt sind oder in kurzer Distanz zur Klinik wohnen.

Wie lange dauert die Reha nach einer Kalkschulter-OP?

Wurde die Schulter operiert, ist normalerweise eine Anschlussheilbehandlung mit einer Laufzeit von drei Wochen vorgesehen. Ambulante Behandlungsangebote werden für 20 Behandlungstage bewilligt. Ist die Heilung der Schulter nach dieser Zeit nicht angemessen fortgeschritten oder leidet der Patient weiterhin unter Schmerzen, kann eine Verlängerung erforderlich sein.

Wer übernimmt die Kosten für die Reha nach der Schulteroperation?

Wenn die konservative Behandlung nicht genügt und die Kalkablagerungen an der Sehne in der Schulter operativ entfernt werden müssen, ist für die gegebenenfalls erforderliche Reha-Nachsorge normalerweise die Deutsche Rentenversicherung (für Erwerbstätige) oder die gesetzliche Krankenkasse (für Rentner und Nichterwerbstätige) zuständig. Der jeweilige Kostenträger kommt sowohl für die medizinischen Behandlungskosten als auch für Unterbringung und Verpflegung auf. Gegebenenfalls ist eine Zuzahlung erforderlich, diese ist jedoch zeitlich begrenzt und auf maximal 10 € pro Tag gedeckelt.

Wie geht es nach der Schulter-Reha weiter?

Sind Arm und Schulter nach der Anschlussheilbehandlung noch nicht wieder vollständig genesen, gibt es zwei Möglichkeiten für eine weiterführende Nachsorge: T-RENA und IRENA. Hierbei handelt es sich um spezielle Nachsorgeangebote für Erwerbstätige, die auf bestimmte Bereiche – zum Beispiel Sport- und Bewegungstherapie oder Muskelaufbau – fokussieren.

 

(1) https://www.uniklinikum-saarland.de/fileadmin/UKS/Einrichtungen/Kliniken_und_Institute/Orthopaedie/Orthopaedie/PDF-Files/Tendinosis_calcarea_der_Rotatorenmanschette.pdf

 

 

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