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Reha Fibromyalgie

Fibromyalgie bedeutet übersetzt “Faser-Muskel-Schmerz” und umschreibt damit das Leitsymptom der extrem belastenden Krankheit: Betroffene leiden unter chronischen Schmerzen – und zwar mehr oder weniger im gesamten Körper. Für Patienten mit FMS bedeutet dies einen langen Leidensweg, denn die Erkrankung ist bislang nicht heilbar.

Mit einer Reha bei Fibromyalgie können Sie Schmerzen und andere Symptome jedoch langfristig unter Kontrolle bringen – und so merklich an Lebensqualität zurückgewinnen. Alle Informationen rund um die Möglichkeiten und Grenzen der Therapie in einer Rehaklinik sind nachfolgend zusammengestellt.

Reha Fibromyalgie in Kürze:

  • Indikationen: Fibromyalgie
  • Behandlung: Physiotherapie, Ergotherapie, Bewegungstraining, physikalische Therapie, psychologische Betreuung, Entspannungstechniken
  • Durchführung: ambulant, stationär
  • Ziele: Schmerzlinderung, Kraft- und Muskelaufbau, psychische Stabilisierung
  • Dauer: 3 Wochen stationär, teilstationär 20 Behandlungstage
  • Kostenträger: Deutsche Rentenversicherung, gesetzliche Krankenkasse

Was ist eine Reha Fibromyalgie?

Eine Fibromyalgie-Reha ist eine Rehabilitationsmaßnahme, die sich gezielt an Patienten mit der Diagnose Fibromyalgie (chronischer Faser-Muskel-Schmerz) wendet. Die Behandlung fällt in den Bereich der multimodalen Schmerztherapie und dient dazu, den Patienten Schmerzlinderung zu verschaffen und sie im Umgang mit der Erkrankung zu schulen.

Warum wird eine Reha bei Fibromyalgie empfohlen?

Für Patienten verändert sich mit der Diagnose Fibromyalgie oft das ganze Leben: Durch die mit der Erkrankung einhergehenden Schmerzen und andere belastende Symptome sind sie in ihrer Lebensführung so stark eingeschränkt, dass viele von ihnen selbst alltägliche Aufgaben nicht mehr allein bewältigen können.

So sind nicht nur körperliche Probleme die Folge – überdies stehen Betroffene unter einem enormen psychischen Druck, haben vielfach mit Niedergeschlagenheit zu kämpfen, und erkranken infolgedessen häufig auch an Depressionen. In einer Reha für Fibromyalgie werden sie im Umgang mit ihrer Krankheit geschult, bekämpfen aktiv Schmerzen und andere belastende Symptome und erhalten alle wichtigen Informationen, um das einmal Erlernte auch nach der Rehabilitation erfolgreich anzuwenden. Weiterhin profitieren sie bei der Behandlung in einem Reha-Zentrum von einer umfangreichen psycho-sozialen Beratung, die hilft, Begleitsymptome und -erkrankungen wie Niedergeschlagenheit und Depressionen aktiv anzugehen.

Wie beantragt man eine Fibromyalgie-Reha?

Patienten können in einer Vielzahl von Kliniken, die Rehabilitationen bei Fibromyalgie anbieten, jederzeit eine Therapie beginnen – sofern Sie die Behandlung als Selbstzahler aus eigener Tasche finanzieren. Wer diese finanzielle Belastung nicht stemmen kann bzw. möchte, wendet sich an Krankenkasse oder Rentenversicherung (abhängig vom Erwerbsstatus).

Für die erfolgreiche Antragstellung muss ein Arzt die Therapie bewilligen und unterstützen. Falls erforderlich hilft er bzw. sie beim Ausfüllen der erforderlichen Formulare für eine MRA/HV (Medizinische Rehabilitation auf Antrag/Heilverfahren). Zudem ist der Arzt dafür zuständig, ein entsprechendes Gutachten oder einen Befundbericht aufzusetzen, die erklären, wie die Therapie in der Klinik dabei helfen kann, die Erkrankung wirksam zu behandeln.

In welcher Klinik findet die Reha Fibromyalgie statt?

Deutschlandweit existiert eine ganze Reihe von Kliniken, die sich auf die Rehabilitation von Patienten mit einer chronischen Schmerzerkrankung wie FMS spezialisiert haben. Grundsätzlich entscheidet der Kostenträger, in welcher Klinik die Therapie durchzuführen ist. Dabei haben Betroffene jedoch ein Wörtchen mitzureden: Über das Wunsch- und Wahlrecht können sie bereits bei der Antragsstellung angeben, welche Klinik sie für die Behandlung bevorzugen. Sofern ein Versorgungsvertrag mit dem Kostenträger existiert, steht der Erfüllung ihres Wunsches normalerweise nichts entgegen.

Was ist der Unterschied zwischen einer stationären und einer ganztägig ambulanten Fibromyalgie-Reha?

Die medizinische Rehabilitation zur Behandlung eines Fibromyalgiesyndroms kann in den meisten Kliniken entweder vollstationär oder ganztägig ambulant durchgeführt werden.

Vollstationäre Fibromyalgie-Therapie

Viele Ärzte empfehlen die stationäre Therapie, bei der die Patienten für die Gesamtdauer der Behandlung in der Rehaklinik untergebracht sind. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass die Betroffenen hier komplett aus ihrem normalen Alltag heraustreten, sich von altbekannten Sorgen und Nöten befreien und so während des Aufenthalts in der Rehaklinik deutlich besser zur Ruhe kommen.

Zudem ist bei einem stationären Aufenthalt ein intensiverer Kontakt zu Mitpatienten mit derselben Diagnose gegeben. Erfahrungen haben gezeigt, dass der Austausch über das Krankheitsbild sowie die individuellen Beschwerden zur Erleichterung bei FMS-Patienten beitragen können.

Ganztägig ambulante Fibromyalgie-Therapie

Bei einer ganztägig ambulanten Behandlung verbleiben die Patienten während der Therapie nicht dauerhaft in der Klinik: Sie verbringen Abende und Wochenenden in ihrem Zuhause und halten sich nur tagsüber während der Behandlungsdauer in der Einrichtung auf. Das hat für Betroffene, die familiär stark eingespannt sind, etliche Vorteile. Auch wenn die Klinik in kurzer Distanz zum eigenen Wohnort liegt, kann die ganztägig ambulante bzw. teilstationäre Reha die bessere Wahl sein.

Was sind die Ziele bei einer Reha für Fibromyalgie?

Normalerweise werden die Ziele einer Rehabilitation für jeden Patienten individuell gesetzt. Das geschieht unter anderem in Abhängigkeit vom jeweiligen körperlich-psychischen Gesundheitszustand. Grundsätzlich zielt die Reha Fibromyalgie jedoch darauf ab, ein tragfähiges Langzeitprogramm für den Umgang mit der Krankheit zu entwickeln. 

So steht für viele Patienten der gezielte Aufbau von Muskulatur und Kraft an erster Stelle, da beides sich als wirksames Mittel gegen die Schmerzen erwiesen hat. Parallel dazu versuchen viele Betroffene während der Therapie, einen gesunden Umgang mit Schmerzmitteln zu finden sowie neue Verhaltensweisen zu erlernen, die ihnen den Umgang mit der Erkrankung erleichtern. Denn psychische Stabilität und eine umfassende soziale Betreuung können den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben weisen.

Welche Therapien werden bei der Rehabilitation bei Fibromyalgie durchgeführt?

Wie viele chronische Erkrankungen ist auch FMS durch ein sehr variationsreiches Krankheitsbild gekennzeichnet. Soll heißen: Patienten kommen teilweise mit den unterschiedlichsten Symptomen in die Behandlung. Der Therapieplan in einer Reha Fibromyalgie wird deshalb in der Klinik immer individuell zusammengestellt und auf die Wünsche, Bedürfnisse und Ziele der Betroffenen angepasst. Dabei kommen unter anderem folgende Anwendungen zum Einsatz:

  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • physikalische Therapie
  • psychologische Betreuung
  • soziale Beratung

  • Patientenschulungen
  • Aquajogging und Wassergymnastik
  • Entspannungstechniken
  • medikamentöse Therapie 

Wie lange und wie oft wird eine Reha bei Fibromyalgie durchgeführt?

Der Aufenthalt in rehabilitativen Fibromyalgie-Kliniken erfolgt üblicherweise für eine Dauer von 3 Wochen, kann jedoch bei medizinischer Notwendigkeit verlängert werden. Hierzu stellt der behandelnde Reha-Arzt beim zuständigen Kostenträger einen Antrag auf Verlängerung. Die Bewilligung oder Ablehnung erfolgt während der Reha, so dass die Fibromyalgie-Reha im Falle einer Verlängerung ohne Unterbrechung fortgesetzt werden kann.

Erfolgt die Maßnahme in Form einer ganztägig ambulanten Reha, umfasst die Behandlungsdauer 20 Tage, an denen der Patient für 4 bis 6 Stunden die Rehaklinik für Fibromyalgie aufsucht und dort behandelt wird. Beide Maßnahmen können alle 4 Jahre beantragt werden.

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