Bei fortgeschrittener Arthrose oder einem Oberschenkelhalsbruch erhalten die meisten Betroffenen eine sogenannte Totalendoprothese (TEP), d. h. das Hüftgelenk wird vollständig durch ein künstliches Gelenk ersetzt.
Bei sportlich aktiven, jüngeren Patienten wird in einigen Fällen der Einsatz einer Hüfteilprothese bzw. Hüftkappenprothese (McMinn-Prothese) in Erwägung gezogen, bei der die Gelenkpfanne des Beckenknochens durch eine künstliche Pfanne ausgetauscht wird. Der Oberschenkelknochen (Femur), Bänder und Muskeln bleiben intakt, lediglich der Femur wird mit Metall überzogen. Auf diese Weise werden die Beweglichkeit und die Knochensubstanz erhalten, so dass die Betroffenen zunächst Zeit und Spielraum für weitere Behandlungsentscheidungen gewinnen, was in Anbetracht der begrenzten Lebensdauer einer TEP ein unbestreitbarer Vorteil ist. Aufgrund des aufwändigen Operationsverfahrens gehört die McMinn-Prothese allerdings noch nicht zum Behandlungsstandard bei jungen Arthrose-Patienten.
Um die Biomechanik im Hüftgelenk zu verbessern und das Gelenk zu entlasten, kommen neben der Implantation sogenannte Triple-Osteotomien, d. h. die Durchtrennung von Sitzbein, Schambein und Darmbein, mit anschließender Korrektur zur Anwendung. Auf diese Weise kann der Einsatz einer Endoprothese bei einem Gelenk mit geringer Vorschädigung herausgezögert werden. Dies gilt besonders für die Hüftkopfnekrose in den Stadien I und II und die Hüftdysplasie. Eine leichte Arthrose oder ein Hüft-Impingement im Anfangsstadium werden meistens arthroskopisch behandelt.