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21. November 2025

Medizinisch geprüfte Texte

Herzinfarkt

Ursachen, Symptome, Behandlung und Reha

Das Herz ist einer der stärksten Muskeln im menschlichen Körper. Doch verschiedene Krankheiten, eine falsche Ernährung oder eine ungünstige Lebensweise können es belasten – im schlimmsten Fall so extrem, dass es zu einem Herzinfarkt kommt. Dann ist schnelle Hilfe gefragt, weil es für die Betroffenen sonst lebensgefährlich werden kann. Allein im Jahr 2020 starben laut Statistischem Bundesamt deutschlandweit mehr als 44.000 Menschen an einem Herzinfarkt1. Umso wichtiger ist es, über den Herzinfarkt bzw. den Myokardinfarkt ausführlich aufzuklären. Nachfolgend finden Sie Informationen zu Ursachen und Entstehung, Symptomen, Behandlungs- und Reha-Verfahren sowie zu Aussichten und möglichen Folgen.

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Herzinfarkt im Überblick

  • Ursachen: Verengung von Blutgefäßen des Herzens – meist als Folge der koronaren Herzkrankheit
  • Symptome: starke, anhaltende Schmerzen im Brustbereich, Engegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Panik
  • Diagnose: EKG, Blutanalyse
  • Behandlung: Reperfusionstherapie (Öffnung der Herzkranzgefäße)
  • Folgen: mögliche Komplikationen sind unter anderem: Herzrhythmusstörungen, Kammerflimmern, plötzlicher Herztod, Herzmuskelschwäche
  • Reha: vielseitige Angebote – zum Beispiel im Bereich kardiologische Reha
  • Prävention: Übergewicht reduzieren, Rauchen aufgeben, aktiven Lebensstil pflegen, Stress vermeiden

Was ist ein Herzinfarkt?

Bei einem Herzinfarkt (auch Myokardinfarkt oder Koronarinfarkt) handelt es sich um ein lebensbedrohliches Ereignis, bei dem es zu einer Durchblutungsstörung im Herzmuskel kommt. Häufigste Ursache ist meist eine vorausgegangene koronare Herzerkrankung. Es ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich, da der Herzmuskel nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird und dadurch Lebensgefahr besteht.

Myokardinfarkt: Ursachen & Risikofaktoren

Herzinfarkt: Symptome & Beschwerden

Wie fühlt sich ein Herzinfarkt an?

Viele Patienten, die einen Herzinfarkt erleiden, bemerken als erstes Symptom meist einen plötzlich einsetzenden starken Schmerz in der Herzregion bzw. in der gesamten Brust. Diese Schmerzen können mitunter auch in den Rücken oder in den Arm ausstrahlen und halten mindestens fünf Minuten lang an. Oft werden die Schmerzen von Übelkeit und Atemnot begleitet. Schweißausbrüche und eine auffällige Gesichtsblässe sind ebenfalls klassische Anzeichen für einen Infarkt. In einigen Fällen treten zusätzlich Taubheitsgefühle auf, Betroffene können Schwindel erleben oder bewusstlos werden.

Was sind die Anzeichen für einen Herzinfarkt bei Frauen?

Bei Frauen äußert sich ein Herzinfarkt mitunter etwas subtiler als bei Männern. Nicht selten bleiben starke Brustschmerzen komplett aus. Stattdessen leiden sie lediglich unter Atemnot, Übelkeit und Erbrechen. Manchmal kommen Schmerzen im Rücken sowie im Arm hinzu, auch Kieferschmerzen sind keine Seltenheit.

Aufgrund der nur schwer zuordenbaren Beschwerden, werden Herzinfarkte bei Frauen seltener korrekt diagnostiziert. Gleiches gilt für den sogenannten stummen Herzinfarkt, der gar keine erkennbaren Symptome auslöst. Hier bleibt eine Diagnose oft ganz aus. Statistisch gesehen, ergibt sich hieraus die Folge, dass Männer zwar häufiger an einem Herzinfarkt erkranken, Frauen aber häufiger an einem solchen versterben3.

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Myokardinfarkt: Diagnose

Wie wird die Diagnose Myokardinfarkt gestellt?

Erleidet das Herz einen Infarkt, lässt sich das mithilfe verschiedener Diagnoseverfahren feststellen. Am aussagekräftigsten ist normalerweise ein EKG – dieses wird im Rahmen der notfallmedizinischen Behandlung beim Verdacht auf einen Herzinfarkt umgehend erstellt. Anhand der Herzstromkurve lässt sich nicht nur der Infarkt selbst erkennen, sondern auch ein ST-Hebungsinfarkt von einem Nicht-ST-Hebungsinfarkt unterscheiden, sodass anschließend die passende Behandlungsmethode ausgewählt werden kann.

Ist das Elektrokardiogramm nicht aussagekräftig, kann eine Blutanalyse weiterhelfen. Hier wird das Blut auf verschiedene Marker, wie zum Beispiel Troponin, hin untersucht. Ein Anstieg des Troponinwertes kann als sicheres Zeichen für die Diagnose Herzinfarkt gewertet werden.

Wie unterscheidet sich der Herzinfarkt von anderen Herzerkrankungen?

Nicht nur ein akuter Infarkt des Herzens kann die typischen Symptome wie Schmerzen in der Brust und Atemnot auslösen. Den Betroffenen fällt es daher mitunter schwer, die verschiedenen Erkrankungen bzw. Ereignisse voneinander zu unterscheiden. Herzerkrankungen mit ähnlichen Symptomen wie bei einem Infarkt:

  • instabile Angina pectoris: Brustschmerzen und Atemnot
  • akute Herzinsuffizienz: Atemnot, Schweißausbrüche, Bewusstseinstrübungen (kann sich binnen weniger Stunden ausbilden)
  • Herzrhythmusstörungen: Herzschmerzen, Luftnot

Wichtig: Wenn es um eine Erkrankung des Herzens geht, sollte niemand aus Unsicherheit oder der Angst vor Übertreibung, davor zurückschrecken, einen Arzt zu konsultieren. Sollte die Herzgesundheit in Gefahr sein, ist es oft eine Frage von Minuten, die darüber entscheiden, ob der Patient sich von diesem Ereignis wieder (vollständig) erholt. Im Zweifelsfall sollten Betroffene deshalb immer einen Notarzt zu Rate ziehen.

Training der Schulter und Arme am Kabelturm

Herzinfarkt-Behandlung

Reha nach Herzinfarkt

Herzinfarkt-Prävention

Wie lässt sich ein Myokardinfarkt verhindern?

Unsere moderne westliche Lebensweise mag zwar sehr komfortabel und genussvoll sein – für das Herz-Kreislauf-System stellt sie auf Dauer aber eine Gefahr dar. Rauchen, Alkohol, starkes Übergewicht und wenig Bewegung sind typische Risikofaktoren, die langfristig zu einem Durchblutungsstopp in den Herzkranzgefäßen führen können.

Wer einen Herzinfarkt bzw. einen weiteren Infarkt vermeiden möchte, sollte also möglichst mit dem Rauchen und Trinken aufhören, regelmäßige körperliche Aktivitäten in den Tagesablauf integrieren und Übergewicht reduzieren. Zudem ist eine gesunde Ernährung mit wenig tierischen Fetten, Salz und industriellen Fertigprodukten förderlich für die Herzgesundheit. Patienten mit Diabetes und bekannten Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sollten zudem regelmäßige Untersuchungen beim Arzt wahrnehmen.

Klinik Eichholz Außenansicht drohnenaufnahme

Leben mit Herzinfarkt

Quellenliste

1 DESTATIS Statistisches Bundesamt „Todesursachenstatistik 2020: Zahl der Todesfälle um 4.9 % gestiegen“, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/11/PD21_505_23211.html (Datum des Zugriffs: 30.08.2022)

2 aerzteblatt.de „Hohes kardiovaskuläres Risiko unter Erwerbstätigen durch psychische Faktoren“, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/133667/Hohes-kardiovaskulaeres-Risiko-unter-Erwerbstaetigen-durch-psychische-Faktoren (Datum des Zugriffs: 30.08.2022)

3 DGK Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. „Herzkrankheiten: Männer erkranken häufiger, Frauen sterben öfter daran“, https://dgk.org/pressemitteilungen/herzkrankheiten-maenner-erkranken-haeufiger-frauen-sterben-oefter-daran/ (Datum des Zugriffs: 30.08.2022)

4 Deutsche Herzstiftung „Herzinfarkt-Folgen: Das Leben danach“, https://www.herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/herzinfarkt/herzinfarkt-folgen (Datum des Zugriffs: 31.08.2022)

5 aerztezeitung.de „Sport nach Infarkt kann Leben retten“, https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Sport-nach-Infarkt-kann-Leben-retten-230315.html (Datum des Zugriffs: 31.08.2022)

6 aerzteblatt.de „Rauchstopp lohnt auch nach Herzinfarkt“, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/136719/Rauchstopp-lohnt-auch-nach-Herzinfarkt (Datum des Zugriffs: 31.08.2022)

Unser Therapie- und Leistungsangebot

Am Anfang jeder Rehabilitation steht eine umfassende Rehabilitationsdiagnostik. Sie ist der Ausgangspunkt für die Erstellung des Therapieplans, den wir individuell auf Ihre Bedürfnisse abstimmen. Nach der Reha können Sie Physiotherapie, Ergotherapie und Physikalische Therapie auf Wunsch gerne ambulant bei uns fortsetzen.

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