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21. November 2025

Medizinisch geprüfte Texte

KHK-REHA

Die Koronare Herzkrankheit gilt als Volkskrankheit und eine der weltweit häufigsten Todesursachen1. Patienten, die unter der Verengung der Herzkranzgefäße leiden, leben mit einem erhöhten Risiko für Herzschwäche und Herzinfarkt. Eine KHK-Reha kann helfen, den Umstieg in ein herzgesundes Leben zu erleichtern, die medikamentöse Einstellung optimieren und so dabei unterstützen, negative Folgeerkrankungen sowie eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu verhindern. Lesen Sie hier alle wichtigen Informationen rund um die Rehabilitation bei Koronarer Herzerkrankung.

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Icon Reha

KHK-Reha in Kürze

Indikationen: Koronare Herzkrankheit, Angina pectoris, Arteriosklerose, Bypass-Operation

Behandlungen: Physiotherapie, Ergotherapie, Entspannungstechniken, medikamentöse Einstellung, Ernährungsberatung, Raucherentwöhnung, psychologische Gesprächesozialmedizinische Beratung, Gesundheitsschulungen, Sporttherapie

Durchführung: stationär oder teilstationär (ganztägig ambulant)

Ziele: Reduktion von Risikofaktoren, optimale medikamentöse Einstellung, Stressabbau, Erhalt bzw. Wiederherstellung von Lebensqualität und Leistungsfähigkeit, Behandlung von Begleiterkrankungen

Dauer: stationäre Reha 3 Wochen, ambulante Reha 20 Behandlungstage

Kostenträger: Gesetzliche Krankenkasse und Rentenversicherung

Was ist eine KHK?

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist durch eine Verengung der Herzkranzgefäße gekennzeichnet. Diese Verengung führt dazu, dass das Herz nicht mit ausreichend Blut und Sauerstoff versorgt wird (Minderdurchblutung = Ischämie). Die Angina pectoris ist das Leitsymptom der Erkrankung, sie kann Betroffene in ihrer Lebensqualität stark einschränken. Bei Fortschreiten der Krankheit drohen überdies lebensbedrohliche Folgen wie Herzinfarkt, Herzinsuffizienz oder plötzlicher Herztod.

Gefäßverengung Anschauung

Warum ist eine Reha nach KHK sinnvoll?

Das menschliche Herz ist ein sehr leistungsstarker Muskel, der für unser Überleben unverzichtbar ist. Im Laufe eines Lebens ist das Herz jedoch großen Belastungen ausgesetzt – diese wachsen umso stärker an, je älter wir werden. Verschiedene Erkrankungen, wie etwa die Koronare Herzkrankheit, können das lebenswichtigen Organ zusätzlich schädigen und zu weiteren gesundheitlichen Folgebelastungen führen.

Herz symbolisch in Hand

Wann sollte eine Reha nach KHK durchgeführt werden?

Um an einer Rehabilitation teilnehmen zu können, müssen Patienten nicht erst warten, bis ihre Herzkrankheit zu einem Herzinfarkt geführt hat oder sie eine Bypass-Operation hinter sich gebracht haben. Auch ohne operativen Eingriff kann eine kardiologische Rehabilitation gewährt werden. Leider nehmen nur rund 50 Prozent aller Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung ihren Anspruch auf eine Rehabilitation wahr2. Dabei zeigen Studien, dass die Effekte von Reha-Maßnahmen im Zusammenhang mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems nachhaltig positive Wirkung zeigen können. Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung sollten ihren behandelnden Arzt deshalb auf einen möglichen Aufenthalt in einer Reha-Einrichtung ansprechen.

Welche Therapien werden bei einer Reha für KHK durchgeführt?

Eine Reha nach koronarer Herzerkrankung kann verschiedene Ziele haben, die abhängig vom Gesundheitszustand und der Krankenhistorie des Patienten sind. Deshalb werden die einzelnen Therapien wie Bausteine oder Module individuell in einem Therapieplan zusammengestellt. Nach Bedarf kann dieser im Verlauf der Rehabilitation angepasst werden. Mögliche Therapien, die während der Behandlung zum Einsatz kommen, sind:

  • Physiotherapie & Krankengymnastik
  • Ergotherapie
  • Sporttherapie, z. B. Atem-/Kreislaufgymnastik, Wandern, Gehtraining, Kardiologische Trainingsgruppe, Hockergymnastik, Ergometer
  • medikamentöse Einstellung/Medikamentenschulung
  • Entspannungstechniken
  • psychologische Gespräche

Einblicke in die Reha für KHK

Was ist der Unterschied zwischen einer ganztägig ambulanten und einer stationären KHK-Reha?

Patienten mit einer chronischen KHK können eine Rehabilitation stationär oder ganztägig ambulant durchführen. Die stärksten Effekte erzielen Betroffene meist bei einem stationären Aufenthalt, weil sie sich hier für die Dauer der gesamten Behandlung in einem stressfreien Umfeld erholen können und rund um die Uhr betreut werden. Ganztägig ambulant dagegen bedeutet, dass sich die Betroffenen lediglich tagsüber in der Klinik aufhalten, die therapiefreien Abende und das Wochenende verbringen sie dagegen zuhause. Derartige Reha-Programme kommen vor allem für familiär stark eingebundene Personen in Frage, die zudem kliniknah wohnen.

Wer übernimmt die Kosten für die Reha bei koronarer Herzerkrankung?

Wird Betroffenen mit einer Herz-Kreislauferkrankung von ihrem behandelnden Arzt eine Rehabilitation empfohlen, müssen sie diese normalerweise nicht selbst bezahlen. Stattdessen stellen sie einen Reha-Antrag beim zuständigen Kostenträger. Das ist in der Regel die gesetzliche Krankenkasse oder die Rentenversicherung. Wird die Reha gewährt, werden die Kosten vollständig übernommen. Aus eigener Tasche müssen die Herzpatienten dann lediglich einen kleinen Zuzahlungsbeitrag in Höhe einer Tagespauschale bezahlen. Diese liegt bei höchstens 10 Euro pro Tag.

Woran erkennt man eine gute Reha für KHK?

Eine gute Reha nach koronarer Herzerkrankung erkennen Patienten vor allem daran, dass sie als kardiologische Reha ausgewiesen ist. Die behandelnden Ärzte und Therapeuten verfügen über ein großes Know-how im Umgang mit herzkranken Patienten, und können auf deren Bedürfnisse gezielt eingehen. Darüber hinaus sollte das Therapieangebot vielseitig sowie individuell anpassbar sein. Schließlich sollen Sport und Bewegungstherapie, Ernährungsberatung und Co. den Betroffenen nicht nur wichtige Impulse und Wissensinhalte vermitteln, sondern gleichzeitig Spaß bringen und mental guttun.

Ein weiteres wichtiges Merkmal für eine gute Rehabilitation ist, dass die zugehörige Reha-Klinik über einen Versorgungsvertrag mit den wichtigsten Kostenträgern verfügt. So stellen Betroffene sicher, dass die Kosten für Behandlung und Aufenthalt in der Klinik übernommen werden.

Pflegerin zeigt Patientin ein Gerät zum trainieren

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Wie geht es nach der KHK-Reha weiter?

Studien haben gezeigt, dass eine Rehabilitation für Patienten mit koronarer Herzerkrankung oder anderen Erkrankungen des Herzens (Herzinfarkt, Herzschwäche etc.) viele positive Effekte haben kann. Leider verpuffen diese oft schon nach nur einem Jahr. Dann rutschen viele KHK-Patienten zurück in alte Verhaltensmuster, die für die Gesundheit ihres Herzens wenig zuträglich sind3. Deshalb gibt es diverse Nachsorgeprogramme, die den Betroffenen dabei helfen sollen, am Ball zu bleiben. Die Teilnahme an diesen Programmen ist nicht verpflichtend, kann aber aus Expertensicht unbedingt empfohlen werden.

Quellenliste

1 Busch, Markus et al. „12-Monats-Prävalenz einer koronaren Herzkrankheit in Deutschland“, Journal of Health Monitoring · 2017 2(1) DOI 10.17886/RKI-GBE-2017-009 Robert Koch-Institut, Berlin, S. 64, https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/FactSheets/JoHM_2017_01_gesundheitliche_lage4.pdf?__blob=publicationFile (Datum des Zugriffs: 15.11.2022)

2 Deutsche Herzstiftung e.V. „Kardiologische Rehabilitation“, https://www.herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/leben-mit-der-krankheit/reha (Datum des Zugriffs: 15.11.2022)

3 aerzteblatt.de „Rehaeffekte bei Herzerkrankung verwischen oft nach rund einem Jahr“, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/80551/Rehaeffekte-bei-Herzerkrankung-verwischen-oft-nach-rund-einem-Jahr (Datum des Zugriffs: 15.11.2022)

Unser Therapie- und Leistungsangebot

Am Anfang jeder Rehabilitation steht eine umfassende Rehabilitationsdiagnostik. Sie ist der Ausgangspunkt für die Erstellung des Therapieplans, den wir individuell auf Ihre Bedürfnisse abstimmen. Nach der Reha können Sie Physiotherapie, Ergotherapie und Physikalische Therapie auf Wunsch gerne ambulant bei uns fortsetzen.

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